28.06.2014-Kaliningrad – Polen… Hangover und neue ” товарищ”

Ja, wenn die Vernunft siegt …. Bei mir hat sie das heute nicht …

Natürlich hab ich mich überreden lassen und habe mit meinen neuen товарищ (Freunden) Sergey (der aber Serge genannt werden will) und Dimitri Vodka getrunken …

Und auf das Geheimniss, warum man uns beim Einchecken erst zwei Zimmer gegeben hat, bei denen die Betten total durcheinander waren, bin ich auch gekommen…. Die Jungs der Rezeption vermieten unbewohnte Zimmer für kurze Hupferl, sprich Abends kommen dann irendwann die netten jungen Russinnen und dann kann man gleich im Hotel durch die Betten rollen…. Nicht falsch verstehen, ich habs nur bei “Serge” mitbekommen, selber nicht mitgemacht (Glaub mir mein Schatz !!!!!!!!!!!!!!)……….

Als ich dann um 4.30 Uhr aufs Zimmer bin (Sergey kam nicht wieder und Dimitri hat eh nur noch mit sich selber geredet …), hatte ich Glück, dass die Hotelzimmer elektronische Kartenleser haben, so dass ich im 3. Stock nur so lange probieren musste, bis es irgendwo Klick gemacht hat ….

Super, und heute soll es möglichst noch bis Nahe an die Polen / Deutschlandgrenze gehen, da Sonntag ab 16.00 Uhr Zieleinlauf am Hamburger Hafen sein soll, sprich, noch über 1.000 km zu fahren ….

Wenigstens ist das Wetter heute Morgen ok ….DSCN1867 (Large)In Kaliningrad haben wir uns noch, nach einer wilden Stadtfahrt (Gott gehts da zu …) mit Postkarten eingedeckt, damit unsere Lieben auch was aus Russland bekommen und sind dann ohne großen Aufenthalt auf die Straße Richtung Polen …DSCN1869 (Large)Die Landschaft ist flach und viel Wiesen und Ackerbau und um einiges sauberer, als wir das bei unserem Trip nach St. Petersburg sehen konnten. Kaliningrad scheint hier, umringt von EU, doch ein wenig weiter zu sein, als das Coreland …. Auch die Straßen waren weitaus besser …

Aus der Erfahrung des gestrigen Grenzübergangs, hatten wir uns hier auch auf mehrere Stunden Warten eingerichtet, aber siehe da … Wir waren in 40 Minuten durch beide Grenzen durch … Super, die Pause hätte meinem Hangover ganz gut getan … Schädelbrumm …DSCN1870 (Large)Da wir heute das Roadbook mit Bildern füttern müssen, ist der Plan, das wir bis Danzig fahren, uns dort ein großes, bzw. die Mutter aller Einkaufszentren suchen und dort die Bilder drucken, einkleben und und und …. Einkaufszentren sind dafür super, da man einfach alles bekommt und dazu schöne Kaffees, wo man sich pflanzen kann ….

Mit einem kleinen Abstecher nach Marienburg, wo es eine ganz aus Backstein gebaute Burg gibt (leider auch net bei Regen sonderlich einladend …) …

DSCN1872 (Large) DSCN1871 (Large)war Danzig schnell erreicht und auch das Rieseneinkaufszentrum schnell gefunden … Dank USB-Sticks und Photodruckern, waren die Photos auch in Nullkommnix fertig und wir sind relativ schnell wieder weitergefahren ….

Zwar ist Danzig eine rechte Industrie- und Hafenstadt, hat aber eine wurderschöne Altstadt und relativ viele schöne alte Bauten. Gesehen haben wirs leider nur beim Vorbeifahren, da Sightseeing im Regen nicht soviel Spaß macht und wir auch weiter mussten …

Wenigstens den Bahnhof hab ich drauf bekommen ..

DSCN1873 (Large) DSCN1875 (Large)Das Wetter hatte mittlerweile umgeschlagen. Leider wieder bewölkt und Regen, aber das kennen wir ja mittlerweile schon … Wenn man Kilometer machen muss, ist das Wetter nicht das Schlechteste… Nur waren ab Danzig die Straßen leider nicht mehr so dolle… Spurrillen, die schon fast vorgefertigten Fahrrinnen glichen und je später der Abend, desto mehr Polnische Jugend mit Überholwahn war auf der Straße ….

Als das Wetter kurz aufgeklart hatte, haben wir uns am Straßenrand in einem kleinen Restaurant noch verköstigt …

Polnische Mehlsuppe (“Zurek”) müsst ihr unbedingt mal probieren, wenn ihr vor Ort sein … Schaut zwar aus, wie schon mal gegessen, schmeckt aber spitze und ist, trotz Suppe, eine ausgewachsene Mahlzeit …. Superlecker !

DSCN1876 (Large)Zwischendurch kamen wir dann auch noch in ein Gewitter und durften erleben, wie Straßen zu Flüssen wurden … Durch unsere nicht mehr “so” ganz profiltiefen Vorderreifen, war das in Sachen Aquaplaning eine tolle Fahrerei … Dann noch dunkel und aufkommender Nebel und wir hatten die Nase voll. Ca. 60 Kilometer vor der Polnisch/Deutschen Grenze haben wir uns in Motel eingemietet und sind nur noch ins Bett …..

Leider heute nur wenig Photos, da viel gefahren und wenig angeschaut und dazu noch Katerstimmung und dann doch das gewohnte schlechte Wetter … würg …

Km count: 530 km

Vodka und heißer Tee ist lecker und dann brennt das Zeugs auch nicht so 🙂

 

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